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am 24. Juli

Ausbildung statt Abschiebung

Reinhard Ammer - Auf Antrag der Grünen verabschiedete der Gemeinderat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und den Grünen eine Resolution an die Bundesregierung. Der Inhalt: das Erfolgsprojekt „Lehre für Asylwerbende in Mangelberufen“ nicht gefährden!

Asylwerber in Lehre

Aktuell nehmen die negativen Asylentscheidungen auch für Menschen in Lehre und Ausbildung zu. Es ist zu ersten Abschiebungen direkt vom Arbeitsplatz gekommen. Das sorgt für massive Verunsicherung bei den betroffenen Lehrlingen und den Betrieben. Der Unmut bei den ArbeitgeberInnen wächst, da investiertes Geld verpufft und der Fachkräftemangel bereits jetzt den Wirtschaftsstandort Österreich schwächt.

In Deutschland wurde 2015 eine klare Lösung dieses Problems von Negativbescheiden für Asylwerbende in Lehre bzw. Ausbildung umgesetzt. Mit dem „3+2-Modell“ wird garantiert, dass es während der zumeist 3jährigen Ausbildungszeit und der ersten beiden Arbeitsjahre aufgrund einer Duldung zu keiner Abschiebung kommt. 7000 junge Menschen konnten so 2016 und 2017 in Deutschland ihre Lehrausbildung in Sicherheit vor einer Abschiebung absolvieren.

Mit der Resolution wird die österreichische Bundesregierung nun aufgefordert, eine Lösung nach dem Vorbild Deutschlands zu verwirklichen. Alle Gemeinderäte von ÖVP, SPÖ und Grünen setzten in der Gemeinderatssitzung vom 3. Juli 2018 dieses starke, menschlich und wirtschaftspolitisch vernünftige, Zeichen!​

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