Bezirkegruene.at
Navigation:
am 16. März

Gebühren für Nachmittagsbetreuung: STOPP – Härtefälle vermeiden!

Reinhard Ammer - In Oberösterreich ist seit 1. Februar 2018 die Nachmittagsbetreuung in Kinderbetreuungseinrichtungen kostenpflichtig. Das hat die schwarz-blaue Mehrheit in der Landesregierung beschlossen. Seither reißen die empörten Meldungen nicht ab.

Kinderbetreuung


Der Vorchdorfer Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung vom 29. Jänner verpflichtet, sowohl im Gemeindevorstand als auch im Gemeinderat am 20. März die Auswirkungen zu beraten und den gegebenen Spielraum der neuen Tarifordnung zu nutzen. Aber was bedeutet das konkret für unsere Gemeinde? Lesen Sie die wichtigsten Fragen und den Grünen Standpunkt!

1. Wer zahlt wie viel?


Die Gebühr ist abhängig vom Einkommen und den Tagen der Nachmittagsbetreuung ab 13 Uhr. Die Gebühr beläuft sich auf 42 bis 110 Euro pro Kind und Monat, bei einem zweiten oder dritten Kind wird der Betrag geringer.

  • Grüner Standpunkt: Wir wollen soziale Härtefälle unbedingt vermeiden! Daher lautet unser Antrag, dass bei einem Familieneinkommen geringer als 1.400 Euro brutto kein Beitrag eingehoben wird. Des Weiteren unterstützen wir die Überlegungen der FPÖ, den beitragsfreien Zeitraum auf 13:30 Uhr auszudehnen.
2. Wie viele Kinder wurden abgemeldet? Müssen Gruppen geschlossen werden, und kommt es zu einer Personalreduzierung?


Nach Informationen aus dem Gemeindeamt (Stand 6.3.2018) sind nun 13 Kinder weniger in der Nachmittagsbetreuung. Die Arbeitsstunden des Personals reduzieren sich dadurch um insgesamt 1,5 Stunden.

  •     Grüner Standpunkt: Sollte es aufgrund der Mitte/Ende März vorgeschriebenen Beiträge zu weiteren Abmeldungen kommen, sind die Beweggründe zu klären. Gruppenschließungen und Personalreduzierung können nur der letzte Ausweg sein.
3.  Was kommt auf die Gemeindebediensteten zu?


Die Gebührenberechnung führt zu einem massiven Verwaltungsaufwand, da für jedes Kind der Tarif einkommensabhängig berechnet werden muss.

  • Grüner Standpunkt: Der administrative Mehraufwand beschäftigt die ohnehin mehr als ausgelasteten Verwaltungsbediensteten zusätzlich. Durch die Abfederung von Härtefällen fällt zumindest ein Teil der notwendigen Berechnungen weg.

Abschließend ist festzuhalten, dass fraktionsübergreifend versucht wird, einen „vernünftigen Vorchdorfer Weg“ zu finden. Dennoch wäre es am besten, die Verordnung bis Ende des Kindergartenjahres auszusetzen, die Berechnungsgrundlagen für die Gebühren offenzulegen und einen Plan vorzulegen, wie die Betreuungsqualität aufrechtzuhalten ist.​

Jetzt spenden!